Stromausfälle oder gar ein Blackout, dieser Gedanke geht seit einiger Zeit sicher vielen durch den Kopf. Zu jeder Zeit mit Strom versorgt zu sein, wenn möglich noch zu einem günstigen Preis oder gratis, ist ebenfalls ein Wunsch vieler Menschen. Hausbesitzer und Eigentümer einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher mit Notstromfunktion sind diesem Wunsch schon sehr nahe gekommen.
Trotzdem stellen sich viele die Frage “Bin ich bei einem Stromausfall gut versorgt?”, oder “Was muss ich tun, um im Falle des Falles bei einem Blackout Strom zu haben?”. Im Großen und Ganzen sind diese Fragen oder Sorgen nicht notwendig. Stromausfälle kommen in Deutschland nur sehr selten vor und wenn nicht einmal 20 Minuten pro Jahr. Kommt es wetterbedingt zu einem längeren Stromausfall, ist jedoch die Grundversorgung mit Strom außerordentlich hilfreich.
Photovoltaikanlagen und der Stromausfall
Kommt es zu einem Stromausfall, bleiben Besitzer einer Photovoltaikanlage leider nicht verschont. Eine Photovoltaikanlage ist so konzipiert, dass sie sich bei einem Stromausfall aus sicherheitstechnischen Gründen abschaltet. Möchten sich Photovoltaik-Besitzer wirklich absichern, so benötigen sie einen Stromspeicher mit Notstromversorgung.
Irrtümlicherweise sind viele Photovoltaikanlagen-Besitzer der Meinung, mit einem normalen Stromspeicher ausreichend gerüstet zu sein. Dieser Irrtum entsteht aus dem Glauben, dass jeder Stromspeicher mit einer Notstromversorgung ausgerüstet ist und bei einem Stromausfall der Strom aus dem Speicher bezogen wird. Leider ist das nicht so. Alle am Markt erhältlichen Stromspeicher eignen sich nur für den Eigenverbrauch. Nur sehr wenige Stromspeicher besitzen eine Steckdose für Notstrom oder gar eine Notstromversorgung bei Stromausfall.
Kosten für einen Batteriespeicher mit Notstromfunktion
Eine Photovoltaikanlage bietet die Möglichkeit der Selbstversorgung mit Solarstrom. Die Kosten für die Anlage amortisieren sich innerhalb von einigen Jahren, da kein teurer Strom von öffentlichen Stromnetzbetreibern bezogen werden muss. Nimmt man die durchschnittlichen Kosten für eine Photovoltaikanlage, so liegen diese bei etwa 27.000,– €. Die Kosten für die Versorgung mit Notstrom liegen bei etwa 3.000,-€. Die Amortisation der Kosten wird dadurch lediglich um rund ein Jahr verlängert.
Sind die Kosten einer Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher mit Notstromfunktion lohnend?
Möchte man eine Notstromversorgung in eine Photovoltaikanlage integrieren, ist dies selbstverständlich mit höheren Kosten verbunden. So benötigt man einen Batteriespeicher mit Notstromfunktion, einen Wechselrichter und eventuell weitere Komponenten. Je nach den individuellen Anforderungen entstehen hier zusätzliche Kosten.
Die Kosten sind jedoch auch abhängig von der Kapazität und Leistung der PV-Anlage und dem Batteriespeicher. In der Regel werden in Eigenheimen 10 kWp PV-Anlagen installiert. Ein Batteriespeicher sollte hier zumindest 20 kWh Mindestkapazität besitzen, um für 24 Stunden Strom bieten zu können.
Ein Batteriespeicher (Blei-Säure) kostet pro kWh rund 200.-€. Ein Batteriespeicher mit 20 kWh kommt somit auf rund 4.000,-€. Die Batteriespeicher mit Lithium sind preislich höher angesetzt. Hier kommt eine Speicherbatterie mit 10 kWh auf rund 8.000,- bis zu 10.000,-€. Bei der Neuinstallation einer Photovoltaikanlage kommen hier zusätzlich noch die Kosten der Module, Verkabelung und Installation hinzu.
In jedem Fall bietet eine Photovoltaikanlage, die mit einem Batteriespeicher ausgestattet ist, eine Reduzierung der Stromkosten. Wird der selbst erzeugte Solarstrom selbst genutzt und der Überschuss in das öffentliche Stromnetz eingespeist, kann eine Einspeisevergütung erhalten werden.
Wie hoch ist der zusätzliche Aufwand für eine Photovoltaikanlage mit Notstromfunktion?
Wird eine Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher mit Notstromfunktion gewählt, so müssen vor der Installation technische Anforderungen erfüllt werden. In erster Linie sollte die Photovoltaikanlage eine ausreichende Leistung erbringen. Nur dadurch wird erreicht, dass der benötigte Strombedarf erbracht wird. Zudem muss die Leistung auch ausreichend sein, um den Batteriespeicher zu laden. Nur dann ist gewährleistet, dass im Falle eines Stromausfalls die Notstrom-Funktion genutzt werden kann.
Wie hier bereits ersichtlich ist, sind beim Kauf und der Installation einige wichtige Faktoren zu beachten. Zusätzlich kommen noch die unterschiedlichen Möglichkeiten der Installation, die überdacht werden sollten.
Vier Varianten der Photovoltaikanlagen-Installation
- Der Installation Komplettservice
Ein Photovoltaikanlagen Komplettservice enthält die Montage, die Installation und die Inbetriebnahme der PV-Anlage. Diese erfolgt von Fachkräften und kann zudem die Beratung, Planung und den Kauf enthalten. Besitzt man kein technisches und/oder handwerkliches Geschick, profitiert man in jedem Fall von dieser Möglichkeit. Hier sind die Kosten in jedem Fall etwas höher, jedoch wird kein Risiko eingegangen, dass höhere Kosten entstehen können.
- Selbstmontage und Inbetriebnahme durch den Fachmann
Bei dieser Möglichkeit können Besitzer der PV-Anlage diese selbst montieren und dadurch Kosten sparen. Es gilt jedoch zu beachten, dass der Anschluss und die Inbetriebnahme von einem Fachmann durchgeführt werden müssen.
Die Selbstmontage einer Photovoltaikanlage erfordert technisches Verständnis und handwerkliches Geschick. Nur dann kann die beste Leistung aus der Anlage erhalten werden. Der Fachmann ist dafür zuständig für die Verbindung der elektrischen Komponenten und stellt sicher, dass alle notwendigen Schritte für die Sicherheit der Anlage eingehalten werden. Zudem sorgt er für die Verbindung der Anlage mit dem öffentlichen Stromnetz, falls dies gewünscht wird.
- Die Installation eines Balkonkraftwerk
Ein Balkonkraftwerk ist für Wohnungseigentümer, die keine Dachfläche besitzen, eine ausgezeichnete Möglichkeit, selbst Strom erzeugen zu können. Das Balkonkraftwerk besitzt zwar eine geringere Stromleistung, bietet in Notfällen jedoch ausreichend Strom, wodurch ein Stromausfall kein Problem darstellt. Das Balkonkraftwerk stellt noch einen großen Vorteil dar. Die Montage und Installation können von Laien einfach durchgeführt werden.
- Eine Inselanlage montieren
Eine Inselanlage stellt ein eigenständiges Photovoltaikanlagen-System dar. Dieses System wird nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und kann an abgelegenen Orten oder sogar auf einem Campingplatz benutzt werden. Die Insel-Systeme werden allgemein oft als Notstromsystem bezeichnet.
Bei dieser Photovoltaik-Variante werden nur Module, der Wechselrichter und ein Batteriespeicher benötigt. Mit einer Inselanlage kann bei einem eventuellen Stromausfall ein gesamtes Gebäude mit Strom versorgt werden.
Tipp: Es ist empfehlenswert, dass die Inselanlage nach der Montage und Installation durch einen Fachmann überprüft wird. Durch die Überprüfung kann sichergestellt werden, dass die PV-Anlage funktioniert und Risiken reduziert werden.
Fazit
Wie hier zu erkennen ist, sind die Kosten einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und Notstrom-Funktion von einigen Faktoren abhängig. Zudem ist zu berücksichtigen, ob eine bestehende Anlage erweitert oder eine neue Anlage installiert wird.
In jedem Fall ist eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und Notstromfunktion eine ausgezeichnete Lösung. Die Investitionskosten amortisieren sich innerhalb relativ kurzer Zeit und eventuelle Stromausfälle stellen keine Sorgen und Probleme mehr dar.
Achtung: Die genannten Preise sind durchschnittliche Preise und nicht verbindlich! Um verbindliche Preise und Angebote zu erhalten, sollte ein entsprechendes Angebot zur individuellen Immobilie und Situation eingeholt werden.


