Die Nachrüstung eines Stromspeichers für Ihre Photovoltaikanlage kann sich je nach individuellen Faktoren lohnen. Entscheidend sind dabei die Einspeisevergütung und das Alter Ihrer PV-Anlage. Die Kosten für den Speicher und Ihre Eigenverbrauchsquote sind entscheidend. Ein Speicher macht Sie unabhängiger vom Stromanbieter und verbessert gleichzeitig Ihre CO2-Bilanz – ein Beitrag zum Klimaschutz. In den letzten Jahren sind die Preise gesunken. Kleine Speicher gibt es schon ab 4.000 €. Größere mit 10-12 kWh kosten etwa 10.000 bis 12.000 €.
Was kosten Speicher für eine PV-Anlage?
Die Preise für Solarspeicher sind zuletzt stark gesunken. Aktuell liegen sie bei etwa 400 bis 800 Euro pro Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität. Der Preis pro kWh wird oft günstiger, je größer der Speicher ist. Ein kleinerer Speicher mit 4 bis 7 kWh kostet zwischen 2000 und 4500 Euro. Größere Modelle mit 8 bis 12 kWh bewegen sich im Bereich von 3500 bis 6500 Euro.
Wer zusätzlich einen Wechselrichter kauft, muss mehr einplanen. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Solaranlage in Wechselstrom um, der im Haushalt genutzt werden kann. In Kombination mit dem Speicher steigt der Gesamtpreis entsprechend. Es lohnt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
Wichtig: Solarstromspeicher und PV-Anlage sind steuerfrei
Seit dem 1. Januar 2023 sind PV-Anlagen mit weniger als 30 kWp von der Umsatzsteuer befreit. Das bedeutet, es fällt keine Mehrwertsteuer von 19 Prozent an. Diese Regelung gilt auch für die Lieferung und Installation von Batteriespeichern. Ebenso profitieren andere wichtige Komponenten für den Betrieb der Solaranlage von der Steuerbefreiung.
Beim Kauf eines Stromspeichers kommen noch Montagekosten hinzu. Elektrofachleute müssen die Installation übernehmen. Je nach Aufwand kostet das bei Einfamilienhäusern zwischen 900 und 3.000 Euro. Der Speicher wird im Haus eingebaut, mit der PV-Anlage und dem Verteilerkasten verbunden und kalibriert.
Jährliche Betriebs- und Wartungskosten liegen bei etwa 1 bis 2 Prozent des Kaufpreises. Auch die Versicherung kann durch den Speicher etwas teurer werden. Der Speicher selbst verbraucht Strom, aber moderne Modelle sind fast wartungsfrei. Software-Updates erfolgen per Fernwartung, da viele Geräte online verbunden sind.
Alle vier bis fünf Jahre empfiehlt die Verbraucherzentrale, den Speicher im Rahmen eines PV-Checks zu überprüfen. Das sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft und die Lebensdauer des Speichers optimiert wird. So bleibt Ihr System effizient und sicher.
Wann lohnt sich ein Stromspeicher?
Wenn Ihre Photovoltaikanlage älter als 20 Jahre ist, gibt es keine Einspeisevergütung mehr. Jetzt sollte man nur noch den Marktwert für den eingespeisten Strom erhalten, abzüglich der Vermarktungskosten. Das ist ziemlich wenig.
Ein Stromspeicher lohnt sich, wenn Ihre Photovoltaikanlage älter als 20 Jahre ist und keine Einspeisevergütung mehr erhält. In diesem Fall bekommen Sie nur noch den Marktwert für den eingespeisten Strom, abzüglich der Vermarktungskosten. Dies ist häufig nur ein Bruchteil des ursprünglichen Einspeisepreises.
Ein Speicher bietet hier eine sinnvolle Lösung: Er ermöglicht es Ihnen, den selbst erzeugten Strom größtenteils selbst zu verbrauchen. Besonders attraktiv wird dies für Besitzer von Altanlagen mit einer Leistung von bis zu 30 kWp, da diese vom Eigenverbrauchsanteil befreit sind. So können Sie Ihre Energieerzeugung und -nutzung deutlich effizienter gestalten und Ihre Stromkosten langfristig senken.
Die Frage bleibt: Lohnt sich die Investition noch bei einer so alten Anlage?
Wichtige Hinweise für das Nachrüsten eines PV-Speichers
Möchte man einen PV-Speicher nachrüsten, müssen einige technische Voraussetzungen und gesetzliche Anforderungen erfüllt werden. Für neuere PV-Anlagen ist das kein Problem. Bei älteren Anlagen hingegen gibt es einiges zu klären, damit der Speicher korrekt integriert wird. Auch hier müssen einige gesetzliche Vorgaben beachtet werden.
Seit 1. Januar 2009 ist es erlaubt, selbst erzeugten Solarstrom zu nutzen. Wurden Anlagen vor diesem Datum installiert, gilt jedoch eine andere Regelung. Hier müssen Besitzer warten, bis die 20-jährige EEG-Förderung endet. Danach kann der Strom selbst verbraucht werden. Bei Anlagen, die zwischen dem 01.01.2009 und dem 31.03.2012 in Betrieb gingen, haben Sie die Wahl zwischen:
- Volleinspeisung und
- Teileinspeisung
Entscheiden Sie sich für Letzteres, erhalten Sie zusätzlich zur Einspeisevergütung eine separate EEG-Vergütung für den selbst genutzten Strom. Das macht den Eigenverbrauch besonders lukrativ.
Eine spezielle Förderung für den Energieverbrauch gilt für Anlagen, die zwischen dem 01.04.2012 und dem 31.12.2012 installiert wurden. Dennoch können Sie durch den gesparten Netzstrom einiges an Kosten sparen.
Aber Vorsicht: Ältere PV-Anlagen (vor dem 01.01.2013), sind meistens von Förderprogrammen ausgeschlossen.
Ab dem 01.01.2013 gilt: Wer einen Stromspeicher nachrüsten möchte, sollte das auf jeden Fall überlegen. Bei älteren Anlagen muss man gut abwägen, ob sich die Investition noch rechnet.
Wenn Sie einen Speicher installieren, müssen Sie diesen im Marktstammdatenregister anmelden. Dies muss spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme erfolgen. Andernfalls drohen Bußgelder.
Richtig planen ist wichtig! Werden Ihre PV-Anlage und der Speicher gut aufeinander abgestimmt, lässt sich vieles problemlos umsetzen.
Wie groß sollte ein Stromspeicher sein?
Wie groß ein Solarstromspeicher sein sollte, hängt von mehreren Faktoren ab. Eine Faustregel besagt: Der Speicher sollte etwa 1 bis 1,5 kWh pro kWp installierter Solaranlage bieten. Doch auch der eigene Stromverbrauch ist entscheidend. Je mehr Strom Ihre Solaranlage produziert, desto größer kann der Speicher sein.
Forschungsgruppen warnen vor zu großen Speichern. Ein überdimensionierter Speicher kann unnötige Kosten verursachen. Er wird seltener vollgeladen und entladen. Die Batterie kann dadurch ihre Lebensdauer verlieren.
Der Speicher sollte so groß sein, dass er den Haushalt über den Abend und die Nacht mit Solarstrom versorgen kann. Eine gute Beratung hilft, die optimale Größe zu finden. Fachleute können dabei helfen, den besten Speicher für Ihre Bedürfnisse auszuwählen.
Welche Vorteile bietet die Nachrüstung eines PV Speichers?
Ein PV-Speicher nachzurüsten bietet zahlreiche Vorteile. Besonders Haushalte mit einer Photovoltaikanlage profitieren. Durch den Speicher wird der erzeugte Strom effizient genutzt. Das nicht nur tagsüber, sondern auch in den Abendstunden. Hier die wichtigsten Vorteile im Überblick:
- Erhöhung der Eigenverbrauchsquote
- Reduzierung der Stromkosten
- Unabhängigkeit vom Stromanbieter
- Notstromversorgung bei Ausfällen
- nachhaltige Energienutzung
- Maximierung der Energieeffizienz
- geringe Wartungskosten
- Förderung durch staatliche Zuschüsse
Langfristig lohnt sich solche eine Nachrüstung auf jeden Fall! Der Eigenverbrauch kann dadurch maximiert werden. Das bedeutet, dass viel weniger Strom verbraucht wird! Dies werden Sie auch an Ihrer Stromrechnung sehen können!



