Ein Flachdach eignet sich im Grunde genommen sehr gut für die Installation einer Photovoltaikanlage. Jedoch ist es sehr wichtig im Vorfeld genau abzuklären, ob das Hausdach der Gewichtsbelastung stand halten kann. In der Regel wird die Solaranlage mithilfe eines Metallgestells auf dem Hausdach befestigt. Zudem dient der Dachstuhl zur Verankerung und für mehr Stabilität. Die Kosten für die Photovoltaikanlage und die entsprechende Montage sind individuell von der Größe und der Leistungsfähigkeit abhängig.

Ist ein Flachdach für die Montage einer Photovoltaikanlage geeignet?

Das Flachdach sollte sich vor der Montage der Solaranlage in einem guten Zustand befinden. Da es sich bei der Photovoltaikanlage um eine langfristige Investition handelt, können während der folgenden 30 Jahre keine größeren Arbeiten an dem Hausdach vorgenommen werden. Dazu gehören unter anderem auch das Ersetzen der Dachhaut oder das Aufrüsten einer Wärmedämmung. Die Dachkonstruktion muss den Belastungen der Solaranlage in jedem Fall gewachsen sein. Es ist ratsam, dies im Vorfeld von einem Statiker genau prüfen zu lassen. Ältere oder unsanierte Hausdächer sind inder Regel nicht für die Installation einer Photovoltaikanlage geeignet.

Photovoltaik auf dem Flachdach: Optimale Neigungswinkel

Die Installation von Photovoltaikanlagen auf Flachdächern bietet viele Vorteile. Flachdächer sind leicht zugänglich und flexibel gestaltbar. Ein wichtiger Faktor für die Energiegewinnung ist der Neigungswinkel der Solarmodule. Auf Flachdächern können diese Module flexibel aufgestellt werden. Ein Winkel von 30 bis 35 Grad gilt als ideal. Dieser Winkel ermöglicht es den Modulen, die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen. So wird auch in den Wintermonaten genug Energie erzeugt.

Solaranlage auf dem FlachdachDarauf sollte bei der Montage der Solaranlage auf dem Flachdach geachtet werden

Es gibt einige wichtige Faktoren, die bei der Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Flachdach beachtet werden sollten. Wir haben für Sie einige der wichtigsten Aspekte zusammengefasst:

Der Neigungswinkel muss richtig angepasst werden

Der Ertrag der Solaranlage ist dann groß, wenn das Sonnenlicht im 90 Grad Winkel auf die Solarmodule trifft. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass sich der Sonnenstand im Laufe des Jahres immer ändert. Während des Sommers steht die Sonne mit einem 60 Grad Winkel direkt über dem Horizont. In den Wintermonaten hingegen ist es ein 15 Grad Winkel. Anders als bei den Schrägdächern, kann beim Flachdach der Neigungswinkel individuell beeinflusst werden. Das Solaranlagen-Flachdachsystem ist mit sogenannten Aufständerungen ausgestattet. Diese sind für die Neigung der Solarmodule verantwortlich. Der ideale Neigungswinkel liegt zwischen 30 und 35 Grad. Eine sogenannte Sonneneinstrahlungskarte kann dabei helfen, den richtigen Neigungswinkel auszuwählen.

Die optimale Ausrichtung der Solaranlage ist das A und O

Neben dem Neigungswinkel spielt auch die Ausrichtung der Photovoltaikanlage eine wichtige Rolle. Idealerweise werden die Solaranlagen auf Schrägdächern in Südausrichtung montiert. Dies liegt daran, dass während der sonnenen-intensiven Mittagsstunde der maximale Ertrag erreicht werden kann. Die Solarmodule auf einem Flachdach können nach Belieben platziert werden. Die meisten Installateure empfehlen jedoch entweder eine Südausrichtung oder eine West-Ostausrichtung. Die Solaranlage ergibt dann eine vergleichbare Zickzack-Form. Dies liegt daran, dass die Module zwischen Ostausrichtung und Westausrichtung abwechselnd montiert werden. Bei dieser Variante wird sowohl die Sonneneinstrahlung der Morgensonne als auch die der Abendsonne ausgenutzt. Auch während der sonnen-Intensiven Mittagsstunde kann ein sehr guter Ertrag erreicht werden.

Es ist mehr Dachfläche nötig als bei einem Satteldach

Ein weiterer Faktor, der vor der Montage der Solaranlage beachtet werden sollte, ist die erforderliche Dachfläche. Bei einem Flachdach kann es sein, dass ca. 30 Quadratmeter an Fläche erforderlich sind, um 1 kWp zu erreichen. Der genaue Wert hängt immer von der Größe, sowie der Leistung und der Art des Solarmoduls ab. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass für eine Solaranlage auf einem Flachdach ca. dreimal so viel Fläche erforderlich ist, wie für eine Solaranlage auf einem Satteldach. Dies hängt in erster Linie mit dem Neigungswinkel zusammen.

Dabei handelt es sich um die wichtigsten Punkte, die bei der Montage einer Solaranlage auf dem Flachdach beachtet werden sollten. Es ist ratsam, das Dach im Vorfeld genau von einem Fachmann prüfen zu lassen. Hausdächer, die nämlich unter Denkmalschutz stehen, sind nicht für das Anbringen einer Solaranlage geeignet.

Solaranlage auf einem Flachdach – Welche Vorteile bringt dies mit sich?

Die Installation von einer Solaranlage auf einem Flachdach bringt eine Vielzahl von unterschiedlichen Vorteilen mit sich. Wir haben für Sie die wichtigsten vorteile zusammengefasst:

  • Ein entscheidender Vorteil des Flachdaches ist die sogenannte Stützvorrichtung. Diese ermöglicht zum einen mehr Flexibilität und zum anderen einen verbesserten Halt. Dieser ist für die Solarmodule sehr wichtig. Die Module können dadurch individuell ausgerichtet und angepasst werden. Dies ist bei den Satteldächern nicht immer so einfach möglich. Aufgrund des individuell ausgewählten Sonneneinfallswinkel kann ein maximaler Strom Ertrag erzielt werden.
  • Auf den Flachdächern sind in der Regel keine Dachpfannen oder Dachschindeln platziert. Somit müssen diese vor der Montage der Solaranlage nicht entfernt werden. Dadurch wird das gesamte Installationsverfahren in erheblicher Masse beschleunigt.
  • Kontrollgänge, Wartungsarbeiten oder aber auch die Reinigung der Solaranlage sind auf einem Flachdach viel einfacher als auf einem Satteldach. Der Hauseigentümer muss sich im Vorfeld nicht erst um die Organisation eines Baugerüstes kümmern. Das Flachdach kann in der Regel immer mit Hilfe einer Leiter bestiegen werden.

Dabei handelt es sich nur um eine geringe Auswahl der verschiedenen Vorteile. Selbstverständlich bringt die Solaranlage auf einem Flachdach noch weitere Vorteile mit sich.

Vorteile von Solaranlage auf einem FlachdachWelche Montageart ist für ein Flachdach am besten geeignet?

Generell können Solarmodule ganz beliebig auf einem Flachdach angebracht werden. Dies kann allerdings zu einer großen Belastung des Daches führen. Zudem wird mit dieser Variante nicht die maximale Amortisationszeit erreicht. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass sich unter den Solarpanelen ein so genannter Hitzestau bildet. Dieser wiederum bringt einen stark verminderten Wirkungsgrad mit sich. Sollte sich im Winter Schnee auf den Manuellen niederlassen, dann kann sich dies ebenfalls negativ auf die Funktionsfähigkeit der Solarmodule auswirken. Gerade deswegen ist es sehr wichtig, auf die korrekte Plazierung der Solarmodule zu achten. Dabei spielt sowohl der Anbringer der Aufständerung als auch der entsprechende Neigungsgrad eine sehr wichtige Rolle. Der Neigungswinkel muss je nach Sonneneinstrahlung bestimmt werden. Er sollte jedoch in Deutschland bestenfalls zwischen 30 und 35 Grad liegen.

Mit den richtigen Tricks kann eine Solaranlage perfekt auf einem Flachdach genutzt werden.