Die steigenden Strompreise insbesondere im letzten Jahr, haben den Großteil der Haushalte enorm belastet. Zwar sind die Strompreise wieder etwas gesunken, jedoch sind die Kosten teilweise immer noch als hoch zu bezeichnen. Kein Wunder, dass die Nachfrage an Solaranlagen und selbst erzeugten Solarstrom stetig steigt. 

Die Anschaffungskosten spielen sich schnell wieder ein und dadurch ist eine Ersparnis sicher. Zusätzlich holt man sich mit einer Solaranlage in Kombination mit einem Batteriespeicher ein gewisses Maß an Unabhängigkeit ins Haus.

Sicherlich sind die steigenden Preise für Strom einer der Gründe, um auf Solarenergie umzusteigen. Doch auch die enorm interessanten Fördermaßnahmen der Bundesregierung, der Kommunen und Städte gestalten den Umstieg auf Solarenergie überaus interessant. In diesem Zusammenhang ist es natürlich sehr interessant, wie viel Strom im Haushalt täglich verbraucht wird. Man muss wissen, wie hoch der Verbrauch ist, um eine Solaranlage in der entsprechenden Größe anschaffen zu können. Auch für den Batteriespeicher und dessen Kapazität ist es wichtig, den Stromverbrauch des eigenen Haushaltes zu ermitteln.

Stromverbrauch-Vergleich: einfach durchgeführt

Um festzustellen, ob der eigene Stromverbrauch im normalen Bereich liegt oder erhöht ist, sind nur wenige Schritte zu erledigen. Auf der letzten Stromabrechnung befindet sich der jährliche Verbrauch in kWh. Mit diesem Wert kann danach ein Vergleich durchgeführt werden. 

Um einen Vergleich anstellen zu können, kann zum Beispiel der jährlich bekannt gegebene Stromspiegel von CO2online genutzt werden. Des Weiteren kann der Verbrauch mit Familienangehörigen, Freunden, Bekannten oder Nachbarn verglichen werden. Es sollte bei dem Vergleich jedoch darauf geachtet werden, dass die Haushaltsgröße und die Immobilienart nicht zu unterschiedlich sind. 

Stromverbrauch im Durchschnitt laut Stromspiegel

Der Stromspiegel ist sehr aufschlussreich und kann hervorragend als Orientierungshilfe genutzt werden. Verschiedene Haushalte werden hierbei vorgestellt, damit Menschen einen Richtwert haben, an dem sie sich orientieren können. Individuell weichen die Werte selbstverständlich voneinander ab und zeigen nicht den tatsächlichen Verbrauch im Einzelfall.

Der jährlich veröffentlichte Stromspiegel weist die folgenden Werte im Durchschnittsverbrauch auf.

Stromverbrauch eines Single-Haushalts

Personen, die alleine in einem Ein- oder Zweifamilienhaushalt leben und zusätzlich eine zentrale Warmwasseraufbereitung besitzen, die keine zusätzlichen Kosten verursacht, verbrauchen im Durchschnitt rund 2.200 kWh bis zu 2.600 kWh im Jahr. Der niedrigste Verbrauch liegt hier bei 1.400 kWh pro Jahr und ein sehr hoher Verbrauch liegt bei rund 4.500 kWh und mehr. 

Wird in diesem Haushalt das Warmwasser mit Strom erwärmt, so steigt der geringe Verbrauch auf rund 1.500 kWh im Jahr. Der Durchschnitt jährlich beträgt hingegen zwischen 2.500 bis zu 3.000 kWh jährlich. Der hohe Verbrauch wiederum steigt auf 5.500 und mehr kWh an. 

Wohnen in einem Mehrfamilienhaus

Wohnen Personen als Single in einem Mehrfamilienhaus und dieses verfügt über eine zentrale Warmwasseraufbereitung, werden durchschnittlich 1.300 bis zu 1.500 kWh Strom jährlich verbraucht. Der niedrige Stromverbrauch liegt hier bei unter 800 kWh jährlich. Wird hingegen mehr als 2.100 kWh jährlich, so wird dieser als hoch bezeichnet.

Kommt es dazu, dass das Warmwasser elektrisch selbst erhitzt wird, so wird ein Stromverbrauch von bis zu 1.100 kWh als sehr niedrig bezeichnet. Der durchschnittliche Verbrauch hingegen liegt bei 1.600 bis zu 1.900 kWh jährlich. Als hoch hingegen wird ein Verbrauch ab 2.800 kWh und mehr bezeichnet. 

Der Stromverbrauch für zwei Personen in einem Ein- oder Zweifamilienhaus

Leben zwei Personen in einem Ein- oder Zweifamilienhaus, wird durchschnittlich ein jährlicher Stromverbrauch von 2.800 bis zu 3.100 kWh angegeben. Wird in diesem Haushalt Strom gespart, dann sind es nur 2.400 kWh oder sogar weniger. Als hoch wird ein Stromverbrauch von 6.000 kWh und mehr angesehen. Diese Werte gelten dann, wenn die Warmwasseraufbereitung zentral erfolgt. 

Dieser jährliche Stromverbrauch steigt jedoch, wenn das Warmwasser elektrisch im Haushalt selbst erfolgt. Bei einem niedrigen Verbrauch werden hier 2.400 kWh und darunter festgesetzt. Der durchschnittliche Verbrauch hingegen liegt bei 3.300 bis zu 3.800 kWh jährlich und ein hoher Verbrauch ab 6.000 kWh jährlich.

Zwei Personen in einem Mehrfamilienhaus 

Wohnen zwei Personen in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses, so beträgt der Verbrauch im Durchschnitt rund 2.000 bis zu 2.300 kWh jährlich. Laut Stromspiegel kommt ein Paar, wenn es sparsam ist, auf 1.400 kWh jährlich und oft sogar weniger. Liegt der jährliche Verbrauch hingegen bei 3.000 oder mehr kWh, so ist dieser eher hoch. Diese Werte werden vom Stromspiegel mit einer zentralen Warmwasserbereitung ausgegeben. 

Wird in dieser Wohnung das Wasser elektrisch aufbereitet, so steigt der durchschnittliche Verbrauch auf rund 3.000 bis zu 3.500 kWh jährlich. Lebt dieses Paar sehr verschwenderisch, so steigt der Verbrauch auf 4.000 und sogar mehr kWh jährlich. Bei einer sparsamen Lebensweise werden maximal 1.900 kWh benötigt. 

Die aufgezeigten Beispiele aus dem Stromspiegel zeigen deutlich, dass ein Vergleich immer äußerst empfehlenswert ist. Des Weiteren ist die Ermittlung des Verbrauchs ein ausschlaggebender Faktor, wenn man eine Solaranlage anschaffen möchte. Damit kann die benötigte Größe der Solaranlage berechnet werden. Zudem kann damit auch die benötigte Leistung eines Batteriespeichers berechnet werden. 

Stromverbrauch in kWh eines HaushaltesDie Stromspiegel-Daten richtig anwenden

Die Daten des Stromspiegels werden jährlich ausgegeben. Grund hierfür ist es, einen Vergleich des Stromverbrauchs anstellen zu können. Die Daten zur Berechnung werden durch den Verbrauch von mehr als 360.000 Haushalten ermittelt. Diese Daten sind selbstverständlich anonym und werden nach dem Sammeln ausgewertet. 

Der Stromspiegel wird durch die co2online gemeinnützige GmbH, den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. und den Deutschen Mieterbund mit Daten versorgt. 

Ist der jährliche Stromverbrauch gegenüber der Aufstellung des Stromspiegels hoch, sollte in jedem Fall überprüft werden, welche Geräte oder Angewohnheiten zu Stromfressern werden. Um Geräte überprüfen zu können, gibt es Strommessgeräte, die den Verbrauch anzeigen. Es ist empfehlenswert, diese Geräte gegen sparsamere Geräte zu tauschen. 

Fazit

Den jährlichen Strombedarf zu ermitteln ist eine empfehlenswerte Maßnahme, um zukünftig Strom sparen zu können. Die Stromkosten können durch das Ersetzen von Geräten, die viel Strom benötigen, gesenkt werden. Zusätzlich ist der bewusste Stromverbrauch ebenfalls eine Maßnahme, die Kosten reduzieren kann. In heutiger Zeit und den hohen Stromkosten ist das Sparen an Energie außerordentlich wichtig. 

Wird überlegt, in eine Solaranlage zu investieren, ist der eigene Strombedarf ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die Leistung von Solaranlagen wird in kWh angegeben. Durch diese Tatsache ist der eigene Verbrauch ausschlaggebend für die Größe der Solaranlage, um den Eigenbedarf decken zu können. Die Leistung der Solaranlage sollte in jedem Fall den Eigenbedarf abdecken, um rentabel zu sein. Um den selbst erzeugten Solarstrom vollständig nutzen zu können, ist ein Batteriespeicher außerordentlich wichtig. Der Batteriespeicher sollte genügend Strom speichern können, um im Notfall als Notstromaggregat fungieren zu können.